
Traditioneller Herbstausflug der SKV-Senioren-Handballgruppe ins Allgäu!
Der Schwabenhof in Balderschwang war in diesem Jahr das Ziel des dreitägigen Ausflugs der Oberstenfelder Handballsenioren. Bei herrlichem Spätsommerwetter startete die Reisegruppe, die sich aufgrund von Todesfällen und Erkrankungen inzwischen deutlich verkleinert hat und nur noch 11 Personen umfasste, ihre Tour ins Allgäu.
Nach einem ersten Zwischenstopp auf einem Autobahnrasthof erreichte man die alte Römerstadt Kempten an der Iller. Dort wartete bereits eine Stadtführerin auf die kultur-hungrigen Bottwartäler. Mit großer Aufmerksamkeit folgten sie den sachkundigen und geschichtsträchtigen Ausführungen der Dame, ehe sie sich in der Brauereigaststätte zum Stift bei einem Mittagssnack stärkten. Frisch gestärkt ging es anschließend weiter zum eigentlichen Reiseziel „Schwabenhof“, wo man den Abend in gemütlicher Runde ausklingen ließ.
Nach einem ausgiebigen Frühstück begann der zweite Tag mit einer kurzen Fahrt mit der Riedberghorn-Sesselbahn in Richtung Riedberghorn. Doch schon beim Anblick der weiteren Tour hinauf zum Gipfel hisste ein Reisemitglied die „weiße“ Flagge, stellte sich ganz im Sinne des Teamgeistes in den Dienst der Gruppe und bot an, bereits vorab das Wanderziel, die aus dem Wintersport bekannte Skistation „Grasgehren“, anzusteuern. Dort wollte es die Ankunft seiner Mitstreiter vorbereiten und um das leibliche Wohl kümmern.
Um ihn bei dieser anspruchsvollen Aufgabe zu unterstützen, dauerte es nur wenige Minuten, bis sich ein weiterer Wanderfreund aus der Gruppe abseilte. Damit war der grün-weiße Tross bereits auf neun Kameraden geschrumpft, die sich auf den nicht immer einfachen Weg zum Etappenziel machten.
Erschwerend kam hinzu, dass die „Mittelalpe“, eigentlich als Zwischenstopp zur Stärkung vorgesehen, aufgrund eines Pächterwechsels für zehn Tage geschlossen war. So artete die komplette Tour für den einen oder anderen Wanderer doch noch in eine kleine Tortur aus.
Letztlich erreichten alle Teilnehmer das Etappenziel „Grasgehren“. Dort konnten sie auf der Sonnenterrasse Speis und Trank sowie den aufmunternden Trost ihres Wanderführers Werner N. genießen: „Der Schmerz vergeht, der Stolz aber bleibt!“. Anschließend ging es mit dem Bus zurück zum „Schwabenhof“, wo auch dieser Abend in gemütlicher Runde ausklang. Da es in der näheren und auch weiteren Umgebung an Alternativen mangelte, fiel der Abend diesmal allerdings etwas kürzer aus.
Am dritten Tage hieß es früh Abschied vom „Schwabenhof“ zu nehmen, denn sowohl Oberjoch als auch der Grüntensee lockten auf der Heimreise. In Oberjoch blieb es zur stillen Freude einzelner Gruppenmitglieder lediglich bei einer kurzen Stippvisite. Die geplante Bahnfahrt zum „Iseler“ musste in Folge von Renovierungsarbeiten an der Bahn ausfallen, auf eine weitere Bergwanderung zum Iseler wurde mit allgemeinem Einverständnis verzichtet.
Interessant wurde es noch einmal beim letzten Programmpunkt am Grüntensee. Wo war eigentlich der See, und wo befand sich das vorgesehene Mittagslokal „Tante Paula“? Es dauerte einige Zeit, bis alle Autos am Ziel angekommen waren. Die Erklärung für die Irrfahrten war schnell gefunden. Zum einen war vom Grüntensee nur noch ein größerer Tümpel übrig, da sein Wasser wegen Wartungsarbeiten an der Staumauer abgelassen worden war. Zum anderen war das Restaurant „Tante Paula“ bei Weitem nicht die einzige Gaststätte dieses Namens im Alpenvorland.
Nach einem erholsamen Rundgang und dem sich anschließenden Mittagessen ging der diesjährige Herbstausflug der zufriedenen SKV-Senioren schließlich ohne weitere Komplikationen zu Ende.
